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Stefanie Hering.

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Sparsam, aber effektvoll wurden die weiß-schimmernden Exponate in der Villa platziert. Freunde und Wegbegleiter der 48-jährigen Unternehmerin sind zur Eröffnung gekommen. Daneben drängeln sich Designpuristen, Gourmetphilosophen und Verfechter einer neuen Tafelkultur durch die schnuckeligen Räume des Haus am Waldsee. Wieso eigentlich? Was ist dran am Werk von Stefanie Hering, dass es schon jetzt museumswürdig ist? 

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Stefanie Hering wurde in Stuttgart geboren. Mit 16 Jahren begann sie ihre Lehre als Keramikerin und erkannte schnell ihre Leidenschaft für das ›weiße Gold‹. Nach der Gesellenzeit, die sie u. a. in Irland und Dänemark verbrachte, studierte sie Design und Werkstofftechnik im Westerwald, dann ging es ab nach Berlin – Werkstatt gründen. 

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In einer alten Paketfabrik begann Hering, rohes und unglasiertes Porzellan in Serie zu produzieren. »Das hatte bis dahin niemand gewagt,« erklärt Stefanie Hering. Sie gab sich ein Jahr Zeit, um mit Feldspat, Quarz und Kaolin zu experimentieren. Und hatte Erfolg. 

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Im Biskuit (wie unglasiertes Porzellan auch genannt wird) fand Hering den Grundstoff, mit dem sie die Welt von Tassen und Tellern aus den Angeln heben konnte. Das klassische Service – nicht ihr Dinge. Konventionelle Tischdekorationen – für sie ein Grausen. Stefanie Hering wollte Geschirr produzieren, das dem Geist des 21. Jahrhunderts entspricht. 

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Genuss und Ästhetik, das sind die Leitlinien der rastlosen Gestalterin. Und so hat sie – von der Zuckerschale bis zum Brotkorb, vom Platzteller bis zur Teetasse – Neuinterpretationen jeden einzelnen Geschirrteils vorgelegt. Ihre avantgardistischen Designs sind auf den Tafeln vieler, vieler Sterneköche und Genussmenschen zu finden. Und zwar weltweit.

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Stefanie Hering wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem ›German Design Award‹ in Gold. Noch bis zum 7. Februar 2016 kann man in der Argentinischen Allee Nr. 30 die handfeste Kunst dieser wichtigen, deutschen Designerin für sich entdecken. Wer Appetit bekommen hat, kann ausgewählte Hering-Stück im Parterre auch gleich erwerben.

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Das Haus am Waldsee setzt mit Stefanie Hering die viel beachtete Ausstellungsreihe deutscher sowie internationaler Designer fort. Unter der Leitung von Katja Blomberg, die 2005 den Posten der Direktorin übernahm, gilt ein Augenmerk der kreativen Energie von Berlin. Und so wundert es kaum, dass nach Ausnahmetalenten wie Werner Aisslinger und Architekten wie GRAFT nun auch Stefanie Hering im Fokus des Interesses steht. Für alle weiteren Infos: www.hausamwaldsee.de. Oder hier schwelgen: www.heringberlin.com

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