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Black Edition

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Manchmal hängt der Stoff zum Träumen auch schon gleich an der Wand. Etwa in Form abstrakter Verästelungen, die in malerischer Perfektion gen Himmel ragen. Basierend auf Originalvorlagen des japanischen Künstlers Katsutoshi Yuasa schuf der britische Hersteller ›Romo‹ diese fein texturierte Vinyl-Tapete. Wunderwelten auf perlmuttartigem Grund.  

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Und man staunt, wie das Artifizielle bei ›Romo‹ in Stoffe und Tapeten übergeht. Unter der eigenständigen Marke ›Black Edition by Romo‹, eingeführt im Jahr 2013, findet dies seinen höchsten Ausdruck. Oben zum Beispiel: Vorhangstoff und Kissen aus der Kollektion ›Kaleido‹. Zum Craquelé versponnene Seidenfäden durchwirken hier einen kupferfarbenen Jacquard. 

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Dabei liefern Designs der ›Black Edition‹ immer eine Tiefe. Es ist, als würde die Historie dekonstruiert und in neuartiger Form wieder zusammengesetzt. Samtstoffe der Kollektion ›Herbaria‹ erinnern an die floralen Stillleben alter, niederländischer Meister. Gleich daneben abgebildet: Kissen Marmori. Ebenfalls aus Samt, aber mit einer goldenen Folie bedruckt. 

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Rund 20 weitläufige Kollektionen umfasst die ›Black Edition‹ inzwischen. Jede davon aufsehenerregend — schon allein durch Materialien und Haptik. Für Emely Mould, der Designdirektorin der Hauses, ist die junge Kollektion ›Mizumi‹ zugleich herausragend. Schließlich sind hier die mystischen Bilder eines Katsutoshi Yuasa zu finden. Beispiel oben: Bäume im Winter. Hergestellt im reliefgebenden Tintendruck mit metallischen Details.  

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Wer es leichtfüßiger mag, nimmt das Glück in Streifen. 2015 entwickelte Katsutoshi Yuasa erstmals eine Serie von Holzschnitten, die mit Farbe experimentierte. So entstanden unique Streifenbilder, die in der Kollektion ›Mizumi‹ originalgetreu wiederzufinden sind. Freilich auch schön — Kissen aus der Kollektion ›Herbaria‹ mit floralen Motiven auf Streifen aus Samt.

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Alles, was unter Luxus verbucht werden kann, ist in der ›Back Edition‹ vertreten. Vorzügliche Stickereien, Damasten, Chenillegewebe, Perlen-Ornamente oder auch sprühgefärbte Velours. Noch beeindruckender ist aber, mit wie viel Courage das Label seine Entwicklungen verfolgt. Gewagte, mitunter fast hypnotisierende Grafiken durchziehen nicht selten die Kollektionen. Bild oben: Kissen Kaleido, in dem sich das Licht wie in tausenderlei bunten Glassteinchen bricht.

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Robert Mould, dem die Firma die vier Buchstaben ihres Namens verdankt, eröffnete die Produktion 1902 im englischen Nottingham. Und noch heute, selten genug für ein global agierendes Label, befindet sich der Hauptsitz an diesem Ort. Denn ›Romo‹ ist ein klassisches Familienunternehmen. Geführt durch die Mitglieder der dritten und vierten Generation. 

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Was dann auch erklärt, woher ›Romo‹ so viel Mut nimmt. Emily Mould, die ihren Bachelor of Arts an der University of Huddersfield absolvierte, übernahm die Leitung der Designabteilung von ›Romo‹ praktisch direkt nach dem Studium. Und kaum ein paar Jahre im Amt, präsentierte die hochtalentierte Ur-Ur-Enkelin des Gründers die neue Luxuslinie ›Black Edition‹. Dazu gehört schon ein Happen Genialität — aber auch der Rückhalt einer derart legendären Textildynastie. 

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Bereits zweifach wurde die ›Romo Group‹ mit dem Queens Award for Enterprise bedacht, was unter britischen Unternehmern nachweislich als die höchste Auszeichnung gilt. Noch schöner mögen aber die Blicke sein, die das Haus regelmäßig unter Kunden und Architekten erntet. Etwa beim Anblick einer Tapete mit verwischtem, indirektem Ikat-Muster. Well done, Black Edition! 

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