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China / Now

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Es kommt ja nicht von ungefähr, dass ›Porzellan‹ in der englischen Sprache mit »China« gleichgesetzt wird. Während man in Europa noch im 15. Jahrhundert mit Zinntellern und Essbrettchen hantierte, hatte sich in China längst die Kultur des Porzellans durchgesetzt. Bis zurück in die Song-Dynastie (960–1279) lassen sich Spuren der Herstellung nachweisen. 

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Und so staunte man nicht schlecht, als Marco Polo das zart-schillernde Material erstmals in seinen Tagebüchern erwähnte. Schon ab dem 16. Jahrhundert veränderte das ›weiße Gold‹ die höfischen Tafeln von Europa. Allein Philipp II von Spanien besaß eine Sammlung von mehr als 3.000 Exponaten. Doch der fleißigste von allen Einkäufer war natürlich August der Starke

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Für den Sachsenkönig, der seine Leidenschaft auch als »Malaise du Porcelaine« bezeichnete, waren die ständigen Lieferungen aus China ruinös. Er suchte Abhilfe bei dem Erfinder Johann Friedrich Böttcher, der die leeren Staatskassen durch künstlich hergestelltes Gold auffüllen sollte – kurioser Weise endete dies 1709 mit der Entschlüsselung der Rezeptur für Porzellan. 

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August der Starke war nun der erste, der hierzulande Porzellan herstellen konnte. Doch das Produktionsverfahren verbreitete sich schnell auch anderenorts – Wien (1718), Sèvres (1740), Neapel (1743), St. Petersburg (1744) und nur drei Jahre später Fürstenberg. Die Manufaktur an der Weser ist damit die drittälteste in Deutschland – und eine der ganz wenigen, die seit mehr als 265 Jahren am gleichen Ort und vornehmlich in Handarbeit produziert. Eben: fürstlich!

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Mit der Serie ›Emperor's Garden‹ will das Haus nun an die sagenumwobenen Wurzeln der Porzellangeschichte erinnern. Es ist ein sehr exklusives Geschirr, das auf dem ausbalancierten Maß- und Formsystem der 2005 vorgelegten Kollektion ›My China!‹ basiert. Die farbenprächtige Gestaltung stammt von Michael Sieger, der Vertrieb erfolgt unter ›Sieger by Fürstenberg‹.  

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›Emperor's Garden‹ zitiert die Magie des opulenten, chinesischen Geschirrs – bleibt jedoch eigenständig und verblüffend zeitlos in der Interpretation. Das Dekor ist in einer fast schon erhaben zu nennenden Vielzahl von Schalen, Tellern, Tassen sowie Accessoires zu haben. Und trotzdem genügt für den Einsatz bereits eine kleine Auswahl an schlicht gehaltenen Teilen. 

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Denn alle Stücke lassen sich perfekt zueinander, aufeinander, ineinander und untereinander kombinieren – und noch dazu in mehrfachen Funktionen einsetzen. Die Cloches, um nur ein Beispiel zu nennen, können sowohl mit den Fahnentellern wie auch mit zylindrischen sowie runden Artikeln arrangiert werden. Einfach auf den Kopf gestellt, dienen sie als Schälchen. Auch dieses Dekor von Fürstenberg wird per Hand mit Feingold gefertigt. Emperor's Infos: hier

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