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Gray's Anatomie

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England ist ein perfektes Pflaster für Kreative. Mit schöner Regelmäßigkeit tauchen junge Designer ganz urplötzlich aus dem Londoner Nebel auf – Bethan Gray ist so ein Beispiel dafür. 1998 von Tom Dixon entdeckt, avancierte sie innerhalb kürzester Zeit zur Design Direktorin der global agierenden Marke ›Habitat‹. Und 2008 folgte die Eröffnung ihres eigenen Studios. 

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»Ich habe mich selbständig gemacht«, sagt Bethan, »weil ich mit kostbaren Materialien arbeiten wollte«. Das mag zunächst protzig klingen – aber nur, bis man die Möbel gesehen hat. 

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Denn Gray erforscht Wege, wie traditionelle Farben und Materialien in unsere Zeit gehoben werden können. Ihre ›Privat Kollektion‹, die erst kürzlich in London sowie Paris vorgestellt wurde, konzentriert sich auf Tische. Bethan Gray verwendet für diese Möbel seltenen Marmor, der allerdings so gekonnt in Designs verpackt wird, dass er endlich einmal up-to-date wirkt. 

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Gleiches gilt für die Farben. In der sogenannten ›Band Range‹ gibt es Nuancen, die fast schon aus der Mode gekommen sind – Tannengrün und Altrosa zum Beispiel. Doch bei Bethan Gray wirken diese Farbtöne unkompliziert und frisch. Die Kompositionen ergeben sich jeweils aus dem Marmor, der übrigens ausschließlich aus Steinbrüchen in Europa stammt. Um den Möbeln eine kraftvolle Ästhetik zu geben, wird der Naturstein per Hand in einen Messingring gefasst. 

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Bethan Gray gilt inzwischen als eine einflussreichsten Größen der britischen Designerszene. Nicht nur, weil ihre Entwürfe in den Nobel-Abteilungen von Kaufhäusern wie Liberty oder Harrods ausgestellt wurden. Möbel aus ihrer Hand findet man u. a. auch im Conran Shop oder bei John Lewis. Gemeinsam mit Thomas Turner hat sie 2012 die Firma ›G&T‹ gegründet. 

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Und dieser Zusammenarbeit mit Turner ist es auch zu verdanken, dass es die Band Range mit Tischen in drei verschiedenen Höhen gibt. Es ist eine übersichtliche und feine Kollektion, die beide gemeinsam entwickelt haben. Turner, der bei Habitat für den Einkauf und die Entwicklung von Möbeln zuständig war, kümmert sich als kongenialer Partner um die kommerzielle Seite. 

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Noch sind Entwürfe der Brittin vergleichsweise günstig zu bekommen, so liegt der Preis für einen kleinen Beistelltisch aus der Band Range bei ca. 630 £ (was angesichts der Verarbeitung von massivem Marmor nicht zu hochgegriffen ist). Bethan Gray, die in Wales aufgewachsen ist und bereits 2013 die Auszeichnung als ›Beste Britische Designerin‹ erhielt, liefert ihre Tische mit ein- oder auch zweifarbigen Platten. Bei letzterem sind rasante Mustermixe mit eingebaut. 

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