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Möbliertes Hören

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Schon praktisch, wenn man mit einem Griff zum Smartphone die heimische Musikanlage in Gang setzen kann. Feingeister bemängeln allerdings, dass im Dunstkreis der Zukunft immer mehr Zwischentöne in den gestauchten und heruntergerechneten Daten verloren gehen – ganz zu schweigen von den hässlichen Lautsprechern, aus denen das Vergnügen allzu oft quillt. 

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Doch Rettung naht aus Belgien, wo sich ein kleines und visionär veranlagtes Unternehmen auf die audiophile Umrüstung von alten Klangmöbeln der Marke ›Grundig‹ spezialisiert hat. 

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In reiner Handarbeit wird das schnittige Kastengehäuse zu einer Streaming-Plattform der neuesten Generation aufgemöbelt. ›Søbel‹ setzt dabei konsequent auf hochauflösende Musik über drahtlose Netzwerke. Will sagen: selbst der CD-Player entfällt. Bei ›Søbel‹ fließen die Töne über AirPlay, Bluetooth oder WLAN-Streaming. Und zwar in einer lupenreinen Qualität. 

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Herzstück des Systems ist ein Netzwerk-Verstärker aus dem Hause NAD, der wiederum Aluminium-Hochtöner der britischen Kultmarke Bowers & Wilkins versorgt. Ja, herrlich. 

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Denn hier wie dort finden sich audiophile Topleistungen, die geradezu perfektionistisch ineinander fließen. So liefert der NAD-Amplifier ›D 7050‹ ein Musiksignal, das bis zu den Lautsprecher-Ausgängen identisch mit dem Original bleibt. B&W greift dieses Signal mit einer sanft-säuselnden Eleganz über alle Frequenzbereich auf. Eben: Luxus für die Ohren. 

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Auf schwarze oder silberne Tonträger kann man bei einem solchen System natürlich locker verzichten. Ob Spotify, Dezeer, napster, Juke oder Tidal: setzt man auf verlustfreies FLAC-Streaming, hört sich der digitale Fortschritt mit ›Søbel‹ schon ganz anders an. Zudem eröffnet diese Anlage über ›Plug and Play‹ eine schnelle Einbindung von Macs, PCs sowie NAS. 

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Ob so viel Hi-Fi dann unbedingt in einem Unikat-Möbel aus den 60er Jahren stattfinden muss, sei dahin gestellt. Uns jedenfalls gefällt die Idee vom Wolf im Schafspelz – zumal Søbel damit auch gleich die Frage einer dezenten, aber akustisch wirksamen Boxen-Aufstellung beantwortet hat. Die alten Grundig-Kommoden werden liebevoll restauriert und mit Piano-Lack veredelt. 

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Alternativ kann man sich aber auch eigene Objekte von Søbel hochrüsten lassen. Das 2015 gegründete Label, das übrigens zur belgischen Musikagentur ›Digizik‹ gehört, verwandelt auf Wunsch alle beliebigen Möbel (möglichst ähnlicher Bauart) in digital vernetzte Klangkörper des 21. Jahrhunderts. Immer maßgeschneidert. Immer handgefertigt. Denn das Auge hört mit. 

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